Puppen- und Spielzeugmuseum Coesfeld

Schneekugeln

Von der Schusterkugel zur Schneekugel,  eine Entwicklung vom Arbeitshilfsmittel zu einem geliebten Spielzeug.

Im Puppen- und Spielzeugmuseum Coesfeld sind in einer neuen Sonderausstellung ab sofort zahlreiche Schneekugeln zu bestaunen. Unter einer Schneekugel versteht man eine Kugel aus klarem Glas oder Kunststoff, die auf einem Sockel befestigt und an ihrem Boden mit den unterschiedlichsten Motiven ausgestattet ist. Diese Kugel wird mit Wasser und winzigen Glas-,  Kunststoff- oder Metallflocken gefüllt und wasserdicht verschlossen. Wenn die Kugel umgedreht wird, beginnt es zu "schneien".  Die Schneekugel, wie wir sie heute kennen,  wurde erstmals 1878 auf einer Weltausstellung  in Paris vorgestellt. Motive waren damals "Der Mann mit dem Regenschirm" und "Der Eiffelturm", genannt wurden sie "Schneegestöber".  In England nannte man das neue Spielzeug "Schneesturm paperweight", denn man verwendete die Schneekugel auch gern als gläsernen Briefbeschwerer. In Amerika wurde sie "snowglobe" genannt.  Die Liebe zur Schneekugel war grenzenlos. Selbst in Japan wurden ab etwa 1920  Schneekugeln hergestellt.
Ursprünglich diente eine solche gläserne Kugel Handwerkern wie Schustern, Holzschnitzern oder Schneidern zur Verstärkung des Tages- oder Kerzenlichtes. Die wassergefüllte Glaskugel wurde dafür auf passender Höhe auf ein Stativ gestellt. Diese sogenannte „ Schusterkugel" war  vor der Erfindung der Glühlampe im Jahre 1879 ein bei Handwerkern sehr verbreitetes Hilfsmitte.  Selbst im OP- Saal wurde dieses optische Hilfsmittel genutzt: Der Wiener  Erwin Perzy,  seines Zeichens Werkzeugmacher für chirurgische Instrumente,  kam im Jahre 1900 auf die Idee, die Leuchtkraft der Schusterkugel auch für den OP Betrieb nutzbar zu machen und er entwarf die lichtverstärkende OP-Licht-Kugel, um dem Operateur auch bei schlechtem Tages- oder Kunstlicht genügend Helligkeit zu verschaffen.
Die im Puppen- und Spielzeugmuseum ausgestellten Modelle geben einen anschaulichen Überblick über die Vielfalt an Schneekugeln aus aller Herren Länder, die durch ihre Lichtwirkung und die Bewegung der Flocken  im Wasser auch heute noch Jung und Alt faszinieren. Das Museum zeigt die Schneekugel-Sammlung von Frau Sylvia Theil aus Nienberge, die aus ihren seit 30 Jahren zusammengetragenen Exemplaren mehr als 250 besonders interessante für eine Sonderausstellung bis zum 6. Januar 2017 dem Spielzeugmuseum zur Verfügung gestellt hat.

 Neue Sonderausstellung

 Interessante Ausstellung mit alten Adventskalendern

 „Mama, wann ist eigentlich Weihnachten?“, oder, „Mama, wie viele Tage sind es noch, bis dass das Christkind kommt?“ Diese oder ähnliche Fragen werden auch heute noch immer wieder von Kindern in der Adventszeit gestellt!

Sowohl der Adventskranz mit den vier Kerzen als auch der Adventskalender sollten den Kindern die noch verbleibende Zeit bis Hl. Abend sichtbar machen.

Passend zur Adventszeit zeigt das Puppen- und Spielzeugmuseum Coesfeld seinen Besuchern diese Sonderausstellung mit alten Adventskalendern sowie alten Weihnachtstellern aus Pappe von der Nachkriegszeit bis heute.

 

Ein kurzer Rundgang durch das Museum